14.12.2025

Am 3. Adventssonntag war Kerstmarkt im Mountainbike-Museum in Arnheim. Das war für mich der Anlass, endlich mal wieder dorthin zu fahren. Dieses Mal nahm ich aber mein Giant Cadex 2 mit, um auch ein wenig auf den Trails rund ums Museum zu fahren. Nach 150 km Anfahrt mit dem Auto parkte ich am Rande von Arnheim, lud das Rad aus und fuhr zum Museum. Am Museum startete ich meine Tour.

Es ging über eine lange ländliche Allee an der Rückseite des Museums vorbei. Ich hatte den Track auf meinem Navi, er war aber auch gut ausgeschildert.

Über größere und kleinere Waldwege fuhr ich Richtung Maasbergse Bos. Es war einiges los. Immer wieder kamen mir Mountainbiker entgegen oder überholten mich. Anscheinend ein sehr beliebtes Gebiet.

Dann kamen endlich die ersten Trails. In den Kurven gab es kleine Anleger, und das Fahren machte richtig Spaß. So langsam kam ich in einen schönen Flow und genoss die Singletrails. An einer steilen Rampe schaffte ich es nicht mehr runter zu schalten. Da ich noch eingeklickt war, drückte ich durch und kam ohne Sturz oben an. Puh nochmal gut gegangen. Weiter ging es.

Ich überquerte einen breiteren Weg, hinter dem der Trail sich fortsetzte. Wieder eine, diesmal kleinere Rampe. Ich drückte die Pedale durch und trat auf einmal ins Leere. Einen Sturz konnte ich gerade noch verhindern. Kette abgesprungen, war mein erster Gedanke. Da hinter mir weitere Biker kamen, schob ich schnell an die Seite.

Bei der anschließenden Begutachtung stellte ich leider fest, dass die Kette gerissen war. Und natürlich lag mein Ersatzkettenschloss zu Hause. Da lag es gut. Ich schob zurück auf den breiten Weg und versuchte mit meinem Multitool mit Kettennieter die Kette provisorisch zu reparieren. Ich löste ein Kettenglied und versuchte mit dem gebrauchten Nietstift die Kette neu zu vernieten. Das hatte bei einem meiner Rennräder vor Jahren schonmal gut funktioniert. Dieses Mal rastete der Niet ungünstigerweise nur auf einer Seite ein. Das würde wohl nicht lange halten.

Auch wenn ich versuchte möglichst wenig Druck auf die Pedale zu geben und auf den breiten Wegen blieb, riss die Kette schnell wieder. Es waren noch einige Kilometer zurück zum Museum.

Ich erinnerte mich an die Anfänge des Fahrrades, die Laufmaschinen des Carl von Drais. Also senkte ich den Sattel ab, schraubte die Pedale ebenfalls ab und fuhr so mit 8 bis 10 km/h zurück zum Museum.

Dort schaute ich mir die Stände des Kerstmarkt an und fand tatsächlich eine nagelneue Sram 8fach Kette. Schnell wurde ich mir mit dem Verkäufer einig. Danach bummelte ich weiter und traf noch Jan Schauff und Georg Blaschke.

Natürlich ließ ich mir auch einen Bummel durchs Museum nicht nehmen.

Vor allem zwei GT Zaskar hatten es mir angetan. Bevor ich wieder fuhr, trank ich noch einen Tee. Hatte natürlich den ganzen Tag wieder viel zu wenig getrunken. Wenn es etwas Interessantes zu sehen gab, vergaß ich einfach alles andere. Gegessen hatte ich natürlich auch nichts. Aber ich war ja eh auf Diät.

Draußen wurden die Stände schon abgebaut und ich machte mich an die Montage der neuen Kette. Danach Pedale wieder anschrauben, Sattel einstellen und Akkulampen montieren. Mit Einbruch der Dunkelheit beschloss ich noch eine Runde durch den Wald zu fahren. Im Dunkeln natürlich ohne die Trails. So fuhr ich eine 10-km-Runde entgegen dem Uhrzeigersinn zurück zum Auto. Nach dann insgesamt 24,6 km kam ich wieder ans Auto und lud das Giant ein. Trotz des Kettenrisses war es ein schöner Tag am Rande von Arnheim. Und ich weiß, dass ich auf jeden Fall bald nochmal mit dem MTB hier fahren möchte.

Jennifer aka Sonne_Wolken