28.12.2025
Ende Dezember wollte ich mich dann mal etwas für den Winter akklimatisieren. Bei Sonnenschein und um die 0 Grad ging es auf Phönix-West in Hörde los.


Das Wetter im Dortmunder Süden täuschte mit Sonnenschein und 0 Grad an.

Nach ca. 4 km Richtung Norden sah das dann plötzlich ganz anders aus, mit immer dichter werdendem Nebel und Minustemperaturen. Ich dachte noch, ach, das ist nur vorübergehend. Und wenn ich schonmal unterwegs war. Die Herbsthandschuhe waren vielleicht auch ein bisken zu dünn für die Temperaturen von gefühlt -5 Grad. „Ach, wird schon gehen.“ Berühmte letzte Worte, bevor die Gesichtszüge vereisten.



Der Versuch den Hoesch-Hafenbahn-Weg bis zum, noch unerschlossenen Ende zu fahren, endete kurz vor der Hannoverschen Straße im Dickicht.

Also ein Stück umgedreht und Richtung Wambel.

Besser wurde es nicht.

Ich spürte schon den kalten Hauch des Todes. Vielleicht war es aber auch nur der Nebel.

Dann ging es hinter der Pferderennbahn Richtung jüdischen Friedhof. Nach zwei Stunden spürte ich meine Hände nicht mehr. Das Rad und ich waren mit überfrorenem Nebel überzogen.



Ne, es wurde wirklich nicht besser. Gefühlt aber immer kälter. Das Rad und ich setzten schon eine Eisschicht an.

Nach diesem Foto konnte ich dann endgültig das Handy nicht mehr bedienen. Ich spürte meine Hände nicht mehr. Und die Haare sind normalerweise auch nicht grau. Ja, es war schweinekalt.
Vorbei an Aplerbeck machte ich mich über diverse Bahntrassen auf den Heimweg. Dort kam ich nach 30,3 km wieder an. Es war nicht gerade ein Vergnügen als die Hände zu Hause auftauten, aber irgendwann ließ der Schmerz nach. Wird wohl Zeit, die dickeren Winterhandschuhe auszumotten. In einer Woche fängt dann die Westfalen Winter Bike Trophy an. Ich bin vorbereitet. Zumindest mental.
Jennifer aka Sonne_Wolken